Neunundzwanzigster August, 2025. Die Sommerhitze drückt auf die Stadt, das Pflaster glüht, Schattenplätze sind rar. Mit unseren Hitzeschutz-Paketen, kühlen Getränken und kleinen Snacks machen wir uns erneut auf den Weg – diesmal durch das Bohnenviertel bis hin zum Schlossplatz. Schon nach kurzer Zeit merken wir: Der Bedarf ist groß. So groß, dass wir es an diesem Tag nicht mehr bis zum Hauptbahnhof schaffen – längst ist alles verteilt.
Und wem begegnen wir eigentlich?
Es sind Gesichter voller Geschichten.
Viele ältere Menschen, die unsere Erfrischungen und Kleidung mit einem strahlenden Lächeln annehmen.
Einige mit migrantischem Hintergrund, die mit einem leisen Nicken ihre Dankbarkeit spürbar machen.
Etwa die Hälfte der Menschen, die wir erreichen, sind Frauen zwischen 40 und 60 Jahren.
Und immer wieder erleben wir kleine Gesten der Fürsorge: wohnungslose Menschen, die etwas nicht nur für sich mitnehmen, sondern auch für Freund*innen. Diese Begegnungen zeigen uns, wie stark die Verbundenheit auf der Straße sein kann.
Eine besondere kleine Geste kam von einer Dame, die uns hausgemachte Marmelade gespendet hat und die wir ebenfalls verteilt haben. Sie steht sinnbildlich für das, was unsere Aktion trägt: Jede*r bringt ein, was möglich ist. Ob Zeit, Spenden oder Ideen – alles, was geteilt wird, macht einen Unterschied.

Unser herzlicher Dank geht an alle, die „Kühl durch den Tag“ unterstützt haben: an die Helfer:innen, die tatkräftig mitangepackt haben, an Spender:innen, an alle, die von unserer Idee weitererzählt haben. Gemeinsam konnten wir wohnungslose und obdachlose Menschen zeigen: Ihr seid nicht vergessen. Ihr seid nicht allein.
Nun nehmen wir uns eine kurze Pause – um Kraft zu sammeln und weiterzudenken. Denn schon bald startet die nächste Aktionsreihe:
„Warm durch die Nacht“ – Winter 2025/26.
Wir freuen uns auf alle, die uns in welcher Form auch immer begleiten – ob mit Zeit, mit Gaben oder mit kleinen Gesten, die große Wirkung haben.
